Klimaanpassung und Klimaschutz – starkes Duo oder Gegenspieler?
Die Folgen des Klimawandels sind längst Realität. Hitzeinseln, Trockenheit, Überschwemmungen und Starkregen erfordern kurzfristige und wirksame Klimaanpassung – vor allem in urbanen Gebieten. Gleichzeitig bleiben Beiträge zum Klimaschutz unverzichtbar: Emissionen müssen sinken, Grünflächen CO₂ binden und Städte ressourcenschonender werden. Vielleicht lässt sich der Klimawandel nicht mehr vollständig aufhalten, aber zumindest abbremsen. Für Kommunen wie für den GaLaBau, der viele der notwendigen Maßnahmen umsetzt, sind Klimaanpassung und Klimaschutz keine Entweder-oder-Entscheidung. Beide sind unverzichtbar und viele Projekte bedienen in der Praxis ohnehin beide Klaviaturen: Stadtgrün etwa macht urbane Räume widerstandsfähiger und wirkt gleichzeitig klimaregulierend. Wir fassen das Wichtigste im folgenden Artikel zusammen – noch mehr Inspirationen gibt es auf der nächsten GaLaBau im September 2026. Infos für Ihren Besuch finden Sie direkt hier auf unserer Website.
Warum Städte besonders stark betroffen sind
Städte spüren die Auswirkungen des Klimawandels besonders intensiv – etwa durch häufiger auftretende Hitzeperioden mit mehr heißen Tagen und Nächten. Innenstädte wirken als Wärmeinseln: Tropennächte treten dort bis zu dreimal häufiger auf, die Temperaturen können nachts um bis zu 10 °C über denen des Umlands liegen. Die Bayerische Staatsregierung hat deshalb bereits 2019 die Umweltinitiative „Stadt.Klima.Natur“ ins Leben gerufen. Mehr dazu findet sich auf der Website des Bayerischen Landesamts für Umwelt.
Die nachhaltige Stadtplanung fordert, dass Maßnahmen gegen Hitze bereits in der Bauleitplanung mitgedacht werden. Viele Kommunen integrieren Gebäudebegrünung inzwischen in ihren Hitzeaktionsplan. Und der GaLaBau sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, all dies qualifiziert umzusetzen. Betriebe mit entsprechender Kompetenz können sich hier perfekt positionieren.
Dichte Bebauung und versiegelte Flächen verstärken aber nicht nur Hitze, sie mindern auch die Wasserdurchlässigkeit und erhöhen die Belastung bei Starkregen. Damit steigt auch die Belastung für Menschen, Infrastruktur und Ökosysteme.
Besonders deutlich zeigt sich der Klimawandel in den folgenden, teils gegenläufigen Wirkungen:
- steigende Hitzebelastung
- massive Trockenheit
- sinkende Grundwasserspiegel
- Schäden durch Starkregen
- Hochwasser und Überflutungen
Gebäudebegrünung, Entsiegelung, Regenwassermanagement, Renaturierungen oder Flutmulden gehören zu den wirksamen Maßnahmen der Klimaanpassung, bei denen der GaLaBau wertvolle Unterstützung leisten kann. Gleichzeitig tragen entsprechende Projekte messbar zum Klimaschutz bei: Grünflächen speichern CO₂, kühlen die Umgebung, verbessern die Luftqualität und
Gebäudebegrünung als neuereduzieren den Energiebedarf. Kohlenstoffsenke
Parks, Stadtbäume und Grünflächen bleiben zentrale Kohlenstoffsenken, doch sie reichen allein nicht mehr aus – zusätzliche Flächen sind in Städten knapp und teuer. Neues Potenzial für Klimaanpassung in der Stadt entsteht daher vor allem dort, wo bisher kaum jemand hinschaut: auf Dächern und an Fassaden. Dach- und Fassadengrün schafft dringend benötigtes zusätzliches Stadtgrün, verbessert das Mikroklima und unterstützt sowohl den Klimaschutz als auch Anpassungsmaßnahmen wie Regenwasserrückhalt, Verschattung und Verdunstungskühlung.





