Kommunen unter Druck: Klimaanpassung als Must-have
Der Klimawandel zeigt sich in Städten besonders deutlich: hohe Versiegelung, Hitze speichernde Gebäude und enge Straßenräume verstärken Extremwetterfolgen. Die Konsequenzen reichen von überlasteten Kanälen, Überschwemmungen und urbanen Hitzeinseln bis hin zu zunehmendem Trockenstress und kranken Straßenbäumen. Neue Hitzeaktionspläne, Förderprogramme und Vorgaben der nachhaltigen Stadtplanung erhöhen den Handlungsdruck zusätzlich. Kommunen benötigen daher Lösungen, die Wasser zurückhalten, Flächen kühlen und Vegetation langfristig stabilisieren – und setzen dabei auf die Fachkompetenz des Garten- und Landschaftsbaus.
Wirksame Klimaanpassung gelingt dabei am besten durch multifunktionale grün-blaue Systeme:
- Entsiegelung und wasserspeichernde Bodenaufbauten
- Retentionsmulden, Rigolen und dezentrale Regenwasserbewirtschaftung
- klimaresiliente Bäume und robuste Vegetationsstrukturen
- Dach- und Fassadenbegrünungen als integrale Elemente der Schwammstadt
Der GRÜN-BLAUE PFAD zur klimaresilienten Stadt der Zukunft
Die Qualität grün-blauer Infrastruktur wird für Kommunen somit immer stärker zum Kern moderner Daseinsvorsorge. Neben anderen Maßnahmen kommt dabei dem Stadtgrün eine wichtige Rolle zu: Ein international anerkannter Orientierungspunkt ist die 3-30-300-Regel von Prof. Dr. Cecil Konijnendijk: 3 Bäume sichtbar, 30 % Kronendachanteil im Quartier, 300 m Entfernung zur nächsten Grünfläche. Sie gilt als praxistaugliches Zielbild für gesunde, klimaaktive und sozial wirksame Stadtlandschaften.
Der GaLaBau übernimmt bei der Klimaanpassung der Städte aber auch in anderen Bereichen eine zentrale Rolle. Die GaLaBau 2026 bietet dabei mit dem GRÜN-BLAUEN PFAD einen umfassenden Überblick über relevante Lösungen, Techniken und Trends. Fachleute können hier neue Verfahren, Produkte, Materialien, klimaresistente Pflanzen, Entsiegelungsstrategien und Systeme des Regenwassermanagements kennenlernen, Maschinen vergleichen sowie sich mit Expertinnen und Experten aus Praxis, Planung, Verwaltung und Forschung austauschen.
Für viele Betriebe wird die Messe damit zum entscheidenden Orientierungspunkt, um die steigenden Anforderungen der Kommunen fachlich sicher zu erfüllen und sich im Wettbewerb durchzusetzen.







